Haltungsbeschreibung (Caresheet) von Antaresia childreni, A. maculosa, A. stimsoni, A. perthensis

Für diesen kleinen Python reicht, je nach Art, ein Terrarium von 60x30x40 bis 100x50x75 cm aus.



Terrarien gibt es in verschiedenen Ausführungen., wobei jede ihre Vor- und Nachteile hat. Terrarien aus Glas lassen sich leicht reinigen, aber sind relativ schwer und empfindlich und haben einen schlechteren Isolierwert. Holzterrarien isolieren besser, sind aber anfälliger gegen Feuchtigkeit. Terrarien aus Kunstoff, z.B. Forex, lassen sich gut reinigen, sind leicht und haben einen guten Isolierwert, sind aber eben nicht sehr schön anzusehen. Hier muß jeder für sich entscheiden was für ihn die richtige Wahl ist.



Die Scheiben des Terrariums sollten auf jeden Fall mit einem Scheibenschloß gesichert werden. Dieser kleine Python ist ein wahrer Ausbruchskünstler. Auch ein 3 mm Spalt zwischen den Scheiben reicht bei den Jungen zur Flucht. Hier kann man ein Dichtband, welches man für Fenster verwendet, einkleben.



Als Bodengrund kann Pinienrinde, Buchenhack oder Sand verwendet werden. Die Bodenschicht braucht nicht besonders hoch zu sein, da sich dieser Python nicht gerne eingräbt. Dafür sollte man aber nicht an Steinen, Rindenstücken und Kletterästen sparen. Antaresia liebt es sich in enge Spalten zu klemmen, was bei der Wahl der Verstecke und beim Bau der Rückwand (Bauanleitung) berücksichtigt werden sollte.




Die Tagestemperaturen sollten zwischen 26-28°C liegen, lokal auch 35-37°C, mit Hilfe einer Heizmatte oder einem Spot. Nachts wird die Temperatur auf 20-23° abgesenkt.



Heizmatten gibt es in verschiedenen Größen und Heizwerten und müssen der Größe des Terrariums angepaßt werden. Sie sollten immer nur ein Drittel der Bodenfläche abdecken um Zonen mit verschiedenen Temperaturen zu erzeugen. Wird die Heizmatte im Inneren des Terrariums eingesetzt, sollte man auf wasserdichte Produkte (Thermolux) zurückgreifen. Außerhalb des Terrariums, also darunter, kann man auch die preiswerteren Heizfolien verwenden.



Zur Steuerung der Temperaturen sollte man einen Thermostaten einsetzen. Hier gibt es viele Modelle auf dem Markt. Die Geräte von Biotherm arbeiten sehr genau. Für Antaresia sollte man den Biotherm 2000 - 10° nehmen, da er eine automatische Nachtabsenkung um 10°C regelt. Dies kann natürlich auch der etwas teurere Biotherm Professional. Hier ist die Absenkung frei wählbar. Der Thermocontrol PRO II von Exo-Terra stellt hier in etwa das Mittelklassegerät. Relativ preiswert ist der Thermotimer, der auch über eine freiwählbare Absenkung verfügt und 3 Programme pro Tag zuläßt.



Die Beleuchtungsdauer ist tagsüber etwa 10-14 Stunden. Ich verwende sowohl eine Leuchtstoffröhre (Tageslichtspektrum) als auch einen Halogenspot. (Befestigungstip). Auf eine UV-Lampe kann verzichtet werden.



Sinnvoll ist jedoch die Installation einer Dämmerungsbeleuchtung (1 Watt Kindernachtlicht) in den Abendstunden über ca. 1,5 Stunden, da diese die aktive Phase einleitet und man die Tiere praktisch auf Knopfdruck zu sehen bekommt.



Zur Steuerung der Beleuchtung verwende ich handelsübliche Zeitschaltuhren.



Die relative Luftfeuchte sollte tagsüber ca. 55-65 % betragen; nachts 60-70%. Auch wenn Antaresia bis in Wüstenbiotope vordringt, ist es notwendig, regelmäßig Wasser im Terrarium zu versprühen. Ich mache das alle 2-3 Tage. Eine zu trockene Haltung führt neben respiratorischen Infekten zu Häutungsschwierigkeiten.



Die Kontrolle der Luftfeuchte, wie auch der Temperaturen, erreicht man über Thermometer und Hygrometer. Hier gibt es analoge und digitale Geräte. Entscheidet man sich für digitale Meßgeräte dann sollte man nicht auf die preiswerten zurückgreifen, da diese oft nicht sonderlich genau arbeiten. (Befestigungstip)



Bei der Pflege im Terrarium kann Antaresia überwiegend mit Kleinsäugern wie Mäusen und Ratten gefüttert werden. Bei Jungtieren bis zu einem Jahr nimmt man Mäusebabys die nicht viel dicker sein sollten als die Schlange selbst. Lieber mehrere kleine Futtertiere geben als ein großes. Das Futterintervall sollte 7-10 Tage ausmachen. Ab einem Jahr können Springer, soeben behaarte Mäuse oder Rattenbabys gefüttert werden. Eine Fütterung alle 14 Tage ist ausreichend. Anschließend füttert man Mäuse oder junge Ratten ca. alle 14-21 Tage.
Einmal futterfest kann man Antaresia in der Regel leicht an Frostfutter gewöhnen. Zum Auftauen legt man die Futtertiere in einen Frischhaltebeutel und diesen in warmes Wasser. Anschließend kann man sie mit einer Futterpinzette anbieten.



Die Schlange häutet sich in den ersten Jahren, je nach Wachstum und Futtergabe, ca. alle 4-8 Wochen. Bei jungen Tieren ist eine Trübung der Augen meist nicht zu erkennen. Es ist sinnvoll, ein Protokoll über die Fütterungen/Häutungen zu führen, um nicht während der Häutung zu füttern. Verbleiben Häutungsreste an der Schlange müssen diese entfernt werden. Am einfachsten geht das mit einer Faunabox, in der feuchte Zellstofftücher zerknüllt sind. Man läßt das Tier dort ca. eine halbe Stunde umherkriechen und kann dann die Hautreste leicht entfernen.



Im Terrarium sollte ein Gefäß mit frischem Wasser stehen, das sowohl zum trinken wie auch zum Baden gerne benutzt wird. Das Wasser sollte alle 2 Tage gewechselt werden.

Zu den täglichen Kontrollen gehört die Entfernung von Kot und Urat. Wird dies sorgfältig gemacht, reicht eine Grundreinigung des Terrarium alle 6 Monate aus.

Antaresia kann einzeln und in Gruppen (1,x) gehalten werden. Männchen können nicht zusammen gehalten werden, da sich die sonst ruhigen Tiere sofort heftige Kommentkämpfe liefern. In Ermangelung von Rückzugsmöglichkeiten arten diese schon mal in Beschädigungskämpfe aus.


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